heute vor 70 jahren…

war pause für österreich, es wurde ans deutsche reich angeschlossen – nicht ohne gewaltige unterstützung der österreicher damals – aber danach hat es schon widerstand dagegen gegeben – aber österreich war nicht opfer

ich schreib da aber absichtlich nicht „wir“ sondern „österreich“, weil die leute die heute „wir“ in österreich sind, waren damals noch nicht mal geboren, haben mit der ganzen sache nichts mehr zu tun

es ist, find ich gut, das noch darüber gesprochen wird, das man es in der schule lernt – aber ich find auch, das eine weitere diskussion nicht mehr sinnvoll ist, weil ja die menschen, die damals für den anschluss waren heute entweder steinalt sind oder gar nicht mehr da sind – und heute die sache vielleicht völlig anders laufen würde – und ich glaub auch, das eine lange diskussion, grad jetzt, wo z.b. die regierung viel interessanter wär – auch viele andere aktuelle dinge – von den sachen, die jetzt gerade passieren ablenken würde…

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Datum: Mittwoch, 12. März 2008 7:12
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4 Kommentare

  1. 1

    da bin ich nicht ganz deiner meinung. ich denke schon, dass man das heute noch diskutieren muss und soll. denn die macht der masse ist auch heute nicht zu unterschätzen und ich bin davon überzeugt, dass im zweifelsfall wieder viel schaden angerichtet werden kann – und da kann man gar nicht genug lehren und diskutieren…. übrigens veranstaltungstipp zum gedenken: http://nachtdesschweigens.katholische-jugend.at/

  2. 2

    du hast völlig recht, die macht der masse ist nicht zu unterschätzen – aber meiner meinung nach sollte man das an aktuellen themen festmachen und nicht an der – heute sogar mir teilweise unverständlichen – begeisterung für einen kleinen mann
    z.b. aktuelle nationalistische strömungen, radikalisierte fussballfans, radikale religionsideen…

  3. 3

    ich denke die gemeinsamkeit ist der radikalismus und die radikalen vorgehensweise.
    und michi, meines erachtens nach hättest du recht, dass man sich auf die gegenwart konzentrieren sollte,
    WENN.. österreich seine vergangenheit ordentlich aufgearbeitet hätte.
    WENN.. jedem klar wäre das österreich sich zwar jahrzehntelang als opfer darstellte, aber den nationalsozialisten der weg in unser land von österreich geebnet wurde.
    WENN.. nicht bis heute die maßgeblichen austrofaschisten als märtyrer gehandelt würden
    WENN.. die masche mit „sündenböcke finden und auf sie runtertreten“ nicht noch immer so ziehen würde.
    WENN.. es noch heute möglich ist Auschwitz zu leugnen und damit ungeschoren davon zu kommen.
    WENN.. es noch immer der breiten öffentlichen meinung entspricht, dass der faschismus österreich erst 1938 erfasste

    sei mir nicht bös, aber ich find so lange das alles ist wie es ist, kann ich mich nicht ruhigen gewissens zurück lehnen und NUR die (wiedermal) aktuelle regierungskrise betrachten

  4. 4

    da gehts nicht um die regierungskrise, da gehts um aussagen von richtern das man menschen „durch fetzen“ nicht reden hört – ich finde es auch seltsam, eine burka vor gericht zu tragen, aber „fetzen vor dem gesicht“ find ich heavy, da gehts um unreflektierte nationalistische demos, weil irgendwer irgendwas weggenommen hat, da gehts um amerikanische konzentrationslager, wo menschen ausserhalb jeglicher gerichtsbarkeit festgehalten und gefoltert werden, da geht es um angriffskriege die angeblich wegen des terrorismus geführt werden, letztendlich aber reine wirtschaftliche auseinandersetzungen sind – und das diese dinge genauso von den menschen heute akzeptiert werden wie konzentrationslager im faschismus, wie angriffskriege damals – und mir fehlt der schritt vom gedenken dazu, das man aufzeigt, das es immer noch passiert – das es wieder mitläufer gibt, die weil es ihnen schlecht geht nachplärren, was andere sagen, die sündenböcke für alles suchen, das es wieder regierungen in der welt gibt, die anderen menschen ihre meinung und ideale aufoktroieren wollen…