it jobs

ich muss als allererstes sagen, das es mir in der hinsicht besser geht – und nicht nur weil wahrscheinlich meine chefs da auch mitlesen, sondern weil es wirklich so ist – mir macht mein job spaß, ich fühl mich nur ein bissi unterbezahlt und das wird echt durchs betriebsklima ausgeglichen

aber – mir ist in den letzten zwei wochen aufgefallen, das die wko-ubit echt nur mehr scheisse von sich gibt – und die gpa-djp als gewerkschaft, die mit denen verhandeln soll, auch.

die ubit weigert sich, bei den kollektivvertragsverhandlungen ist lohnerhöhungen zu machen, die gpa weigert sich, eine nur kv-erhöhung zu unterschreiben – und das ist gut so von der gpa, weil ich hab in den letzten jahren, seit ich in der branche arbeite (mit dem it-kv) gehaltserhöhungen nur bekommen, wenn ich sie selbst ausverhandelt habe (wird wahrscheinlich auch so bleiben)

aber haben wir dafür in österreich die sozialpartnerschaft? der normale it-ler, der knapp über dem kv entlohnt wird, hat 0 – in worten null euro gehaltserhöhung bekommen in den letzten jahren – bei einer inflation letztes jahr von 3,5 prozent ist das ein verlust, mit den jahren davor kriegen die it-ler um 10 bis 15 prozent weniger als vor ein paar jahren – bei mehr belastung (es is ja krise, da müssen alle mehr hackeln, das sich die firmen über wasser halten können), bei der guten chance einfach auf die strasse gesetzt zu werden – in firmen die an die aktieninhaber massig kohle geben (ibm, hp…) und arbeitszeiten die jenseits von gut und böse sind – und klar mit all in verträgen (wieder gehts mir besser, ich kann die stunden abbauen, wenns mal ruhiger is)

und dann, dann traut sich die ubit eine presseerklärung rauszuschicken, das ein it-fachkräftemange kommt – wen wunderts? viele von den leuten die ich kenn, die in der it arbeiten, und das sind einige, wollen das nicht mehr, wollen gärtner, tischler (ich glaub tischler ist das beliebteste) werden – weil die bedingungen einfach zach sind – wir itler sind die, die massig verantwortung haben (programmierer, die projekte in sand setzen, weil der auftraggeber nicht weiss was er will können firmen in den ruin treiben, admins und wie bei uns ein oder zwei mann shows, die eine infrastruktur am laufen halten, können ganze firmen in den ruin treiben, wenn mal daten weg sind), seltsame arbeitszeiten haben – naja, serverdowntime ist am wochenende schon besser, weil dann der operative betrieb weniger gestört wird, und erreichbar sollt ma auch immer sein, weil irgendwer ja ein netzwerkproblem haben könnt, der profit macht, ein kunde könnt ja eine frage auch am sonntag haben – dafür bekommen wir (und da nehm ich ich jetzt nicht aus, ich seh es aber realistisch, ich bin in einer relativ kleinen firma mit tollem klima, tollem umfeld, tollen leuten) einfach zu wenig bezahlt – und den gehalt, wenn wir eine erhöhung wollen, müss ma uns dann auch noch selber ausverhandeln, müssen uns vom wissen auf der höhe der zeit halten (ein buchhalter muss sich in eine neue software einarbeiten, ich als admin und it-leiter muss ca. 80 programme kennen und wissen über viele viele mehr haben)

und das trifft auch auf mich zu – ich bin infrastrukturmensch und supportleiter – ich habe nur ganz ganz kleine chancen, infrastrukturprojekte in brauchbarer zeit durchzuziehen – was sich auf zielerreichungen natürlich auch auswirkt.

auch infrastruktursachen brauchen konzentration – und bei mir ist es aber so, das, wenn ich eine ungestörte stunde habe, das eine ausname ist – ein consultant hat ein oder zwei projekt an einem tag, kann zielgerichtet arbeiten – ich hab durchschnittlich 15 sachen, die gleichzeitig notwendig sind – und das nicht in serie sondern gleichzeitig und durcheinander – und komplett unterschiedliche dinge wie telefone und emailprobleme und supportanfragen von kunden und kaputte monitore und neue rechner und emailabrufen am handy und jboss abstürze und sql-server konfigurationen und softwareinstallationen, leere toner, und nachfragen wegen nicht aufgebauter vpn verbindungen (nur das was gestern an einem kurzen freitag passiert ist, und ich glaub ich hab noch ein paar dinge vergessen)

das heisst, wenn ich was grösseres machen will, mach ichs am wochenende – okay, es macht ma spaß, aber ich tu es für meinen arbeitgeber – also arbeit – und dann erreich ich ziele nicht, weil manchmal wochenende auch super ist

so, jetzt hab ich mich genug über it-jobs ausgekotzt (bis daher liest wahrscheinlich eh keiner mehr) – und als abschliessende bemerkung trotzdem noch: ich mag meinen job supergern, die momentane situation in meiner firma taugt mir, es macht echt spaß – aber die wertigkeit von uns it-lern könnte echt besser sein, unser standing ist maximal auf einer stufe mit dem marketing – nur das wir echt mehr verantwortung haben und (ich glaub ich sprech da für viele) das was wir tun auch gut tun – da wär manchmal anerkennung in form von gehaltserhöhungen um die wir nicht betteln müssen und in form von einfach anerkennung schon fein (und auch da gehts mir persönlich gut, die anerkennung von meinen chefs hab ich, und ein „danke“ oder ein „gut gemacht“ ist manchmal echt mehr wert als ein paar euro)

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Datum: Samstag, 9. Mai 2009 8:30
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